Wolfgangs Linedance

Was ist Linedance?

Linedancer tanzen gern in Gesellschaft und zwar nach jeder Art bekannter und populärer Unterhaltungsmusik. Jeder Tänzer/Tänzerin steht in einer Reihe, und mehrere Reihen stehen hintereinander. Alle Personen bilden auf diese Weise einen Block (Formation). Spielt die Musik, führen alle die gleichen Tanzschritte und Bewegungen aus. Das klappt auch, wenn sich Linedancer zum Tanzen treffen, die sich vorher gar nicht kannten, also auch nicht miteinander üben konnten.
Das geht, weil im Linedance nach Choreographien getanzt wird. Linedancer, die zu einer bestimmten Musik gemeinsam tanzen, haben denzufolge dieselbe Choreographie gelernt. Es gibt einfache Choreographien, die zu verschiedener Musik passen und andere, die nur für ein bestimmtes Musikstück geschrieben wurden.
Linedance ist also nicht einfach nur ein bestimmter Tanz, sondern eine Tanzkultur die sich ständig weiterentwickelt, dem einen oder anderen Trend folgt, die Vergangenheit nicht vergisst und immer modern bleibt. Und da man stets neue Tänze (nach Choreographien) lernen kann, wird es nie langweilig.
Man ist beim Linedance nicht auf einen Partner angewiesen, das sehen viele als großen Vorteil. Natürlich tanzt man i.d.R. mit der ganzen Gruppe zusammen. Jedoch ist es vollkommen egal, wie groß die Gruppe ist. Und allein tanzen geht auch.
Außer Tanz ist Linedance auch Sport, weiter verbreitet als es die Allgemeinheit mitbekommt. In der Regel gehören Linedancer einem Tanz- oder Sportverein an. Jede Linedance-Gruppe ist im Prinzip auch ein Linedance-Kurs, in dem man verschiedene Tänze lernt. Dabei bestimmt jede Gruppe selbst, wieviel oder wie schnell man lernen möchte, denn in erster Linie soll Linedance Spaß machen.
Linedance war als Trend aus den USA gekommen und wurde recht bald in vielen anderen Ländern aktuell. Das Internet ist inzwischen das Medium geworden, um Choreographien weltweit zu verbreiten. So ist es nicht verwunderlich, dass sich Linedancer auch international zum gemeinsamen Tanz treffen können.
Ein bekannter Spruch sagt: »Linedance ist gekommen - um zu bleiben«

Wie wird man Linedancer ?

Selbständige Linedance-Trainer, Clubs, Sportgemeinschaften und auch Tanzschulen bieten Linedance in Kursen an. Es gibt Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene in verschiedenen Stufen.
Am besten steigt man ein, wenn ein Anfängerkurs neu beginnt. Meistens ist es möglich, in einen laufenden Anfängerkurs später einzusteigen. Zunächst erlernt man einige einfache Einführungstänze, mit denen man sich erst einmal an die Art und Weise zu tanzen gewöhnt. Es soll nicht verschwiegen werden, dass auch Ehrgeiz für den Erfolg nötig ist und vor allem Zeit für regelmäßiges Training.
Man kann Pech haben, und es gibt zum gewünschten Zeitpunkt keinen Anfängerkurs. Aber bestimmt findet man eine Linedancegruppe mehr oder weniger in der Nähe. Linedancegruppen nehmen Neulinge gern auf und geben Hilfe, auch wenn an nicht sofort mithalten kann. Auf diese Art einzusteigen ist zwar kein leichter Weg, den aber viele Linedancer so gegangen sind.
In Abstand von 1-2 Wochen lernt man jeweils einen neuen Beginner-Tanz kennen, und mit der Zeit wird es immer leichter, einen neuen Tanz zu erlernen. Nach einem dreiviertel Jahr etwa hat man schon das Gefühl, dass man Linedance »kann«.
Wer nach so einer Zeit »am Ball« bleibt und die ersten leicht-fortgeschrittenen Tänze lernt, wird bald bei Linedance-Parties viele Tänze mittanzen können. Spätestens jetzt ist Linedance zum Freizeitsport geworden und ein schönes Hobby.
Bald macht es Spaß auch schwierigere Tänze zu lernen. Die ersten Tänze wird man mit der Zeit vergessen und auch gar nicht mehr tanzen wollen (kann sie aber jederzeit ziemlich schnell wieder »aufwärmen«). Auf offenen Tanzparties mit Workshop werden aktuell angesagte Tänze von DJs präsentiert und das Publikum lernt und tanzt mit.
Fragt man einen gestandenen Linedancer, ab wann man kein Anfänger mehr ist, dann hört man nicht selten die Anwort: Anfänger ist man immer, weil es ja ständig etwas Neues gibt.

Umgang miteinander

Da Lindedance ein Gemeinschaftstanz ist, gibt es anerkannte Regeln (Dance Floor Etiquette) die von allen Tänzern weltweit akzeptiert werden. Hier nur das Allerwichtigste für den Anfang:
Linedancer reden sich mit »Du« und Vornamen an, gehen aber respektvoll miteinander um als wäre die Anrede »Sie«. Soziale Unterschiede spielen keine Rolle. Niemand lacht über Anfänger oder Tänzer, bei denen es nicht gleich klappen will, sondern man hilft sich gegenseitig beim Tanzen.
Pöbeleien sind ausgeschlossen, bei versehentlichen Remplern gibt man eine knappe Entschuldigung.
Am Ende eine gemeinsamen Tanzabends verabschiedet man sich nicht selten mit einem kleinen Ritual, vor allem wenn man öfters gemeinsam trainiert.