Starting Linedance

Linedance als Sport

Linedance betreibe ich als Freizeitsport und ohne mich unnötig unter Druck zu setzen. Inzwischen macht es mir auch Spaß, Linedances, die mir gefallen aber nicht angeboten werden, selbst zu lernen und an andere Tänzer weiterzugeben.
Etwa zwei Stunden sind üblich für einen Trainingsabend. Das ist schon mal eine kleine sportliche Herausforderung. Gern vergleiche ich Linedance mit Jogging - nur, dass man mit Linedance nicht so einseitg trainiert wie beim Jogging. Aber die Gesamtbelastung ist ähnlich. Die musikalische Geschwindigkeit bei Beginnertänzen liegt etwa um die 100 - 120 BpM. Solche Tänze kann man ohne weiteres einen ganzen Abend lang tanzen
Wenn wir in der Gruppe der am weitesten Fortgeschrittenen tanzen, geht das Tempo nicht selten auf 180 BpM und höher und die Tänze erstrecken sich über 64 Counts. Die Schwierigkeitstufen liegen bei Intermediate und Advanced. Da bin ich nach zwei Stunden schon mal schweißgebadet - aber durchtrainiert und glücklich. Soweit jedoch muss man nicht unbedingt gehen, wenn man Linedance betreibt.
In erster Linie hat man Spaß bei Linedanceparties, die es reichlich gibt. Dort wird wahrlich viel getrunken - am meisten Mineralwasser. Da kann der Saal noch so kalt sein: Nach drei,vier Tänzen hintereinander friert garantiert niemand mehr. Ein Bier oder ein Glas Wein gönnt man sich schon, aber zu mehr Alkohol trinken kommt man gar nicht, weil man ja beim nächsten angesagten Tanz mitmachen möchte. Beizeiten wird man merken: Alkohol und Linedance sind keine Freunde. Mit »einem in der Krone« funktioniert kein Linedance mehr.
Im Gegensatz zu allgemeinen Tanzparties wird beim Linedance sofort getanzt, sobald der DJ die Musik für den ersten Tanz auflegt. Man muss sich manchmal sogar beeilen, um noch Platz auf der Tanzfläche zu finden. Natürlich ist es nicht möglich, alle Tänze auf jeder Party zu kennen. Daher kann man häufig Wunschzettel schreiben und dem DJ geben.

Linedance und Gesundheit

Vieleicht denkst du bei Linedance an junge, dynamische, gut gebaute und vor allem schlanke Menschen. Ja natürlich, solche Linedancer (Ladies eingeschlossen) gibt es natürlich. Die meisten sind ganz normale Leute: dick oder dünn oder groß oder klein oder jung oder alt. Ja, eine Linedanceparty ist auch ein Treff der Generationen.
Ich habe »Country-Kids« erlebt, die den Erwachsenen etwas vorgemacht haben. Die Generation 50+ hat sich den Linedance schon lange erobert und mit 65+ haben viele erst richtig Zeit dafür.
Es soll eine amerikanische Studie geben, in der untersucht wurde, welche Sportarten gut als Vorbeugung gegen Demenz geeignet sind. Ein vorbeugender Effekt soll nur bei einer Sportart nachgewiesen worden sein: dem Tanzsport!
Zufällig traf ich auf einer Linedanceparty eine Aerobic-Trainerin und sagte zu ihr scherzhaft: »Ihr macht Bauch, Beine und Po, und wir nur Beine.« Sie antwortete aber ernsthaft: »... und Rücken!«
In der Apotheken-Umschau vom 1.Dezember 2014 gab es mehrere Artikel über Osteoporose (Knochenschwund). Auf Seite 15 war u.a. folgende Passage zu finden (Zitat): »Eine gewisse Intensität ist nötig, damit Knochen und Muskeln profitieren. Besonders empfiehlt Michael Weiß Tanzen: Es kräftigt, fördert die Ausdauer und schult die Koordination.«
Noch Fragen?